Johannes Greber wurde am 2.Mai 1874 in Wenigerath, Kreis Bernkastel geboren. Nach dem Theologiestudium, wurde er am 31. März 1900 zum katholischen Priester geweiht.
Am 1. Mai 1904 wurde er als Pfarrer nach Obergondertshausen versetzt. Diese Gemeinde im Hunsrück gehörte damals zu den ärmsten Gegenden Deutschlands. Die Sterblichkeit durch Tuberkulose und Diphtherie war besonders hoch, da sich diese Menschen eine ärztliche Versorgung nicht leisten konnten.
In dieser Situation gründete Pfarrer Greber, nach genauen Anweisungen, die er in einer Vision erhalten hatte, einen Hilfsbund. Die genauen Einzelheiten würden den Rahmen dieser Kurzbiografie sprengen. Nur soviel sei gesagt: Durch den Hilfsbund wurde - gegen einen Beitrag von monatlich ca. 50 Pfg. - im Krankheitsfalle eine medizinische Versorgung sowie die Übernahme der Arbeiten auf dem Bauernhof gewährleistet. Der Hilfsbund war so erfolgreich, dass nach diesem Vorbild im ganzen damaligen Reichsgebiet ähnliche Vereinigungen gegründet wurden.
Eine zweite Vision hatte Greber am 1.August 1914: Während überall die Glocken als Zeichen der Generalmobilmachung läuteten, sah er plötzlich vor seinem geistigen Auge halb verhungerte Kinder durch die Straßen einer Großstadt ziehen und in Mülltonnen nach etwas Essbarem suchen. Eine Stimme sagte ihm: "Nimm dich dieser Kinder an!" In der Folge erhielt er genaue Anweisungen über die Organisation einer Kinderlandverschickung, bei der er hungernde Stadtkinder zur Erholung in ländliche Gebiete, später dann, als dies in Deutschland nicht mehr möglich war, hauptsächlich nach Holland, vermittelte. Diese Aufgabe nahm ihn so sehr in Anspruch, dass er sich am 1. April 1915 von seiner geistlichen Tätigkeit beurlauben ließ, um sich künftig - ohne Gehalt - ausschließlich dieser Aufgabe zu widmen. Bis weit nach Kriegsende durfte er so insgesamt über 20.000 Kinder vor dem sicheren Hungertod retten.
Als dieses dann, nach dem Weltkrieg, schließlich nicht mehr nötig war, trat er wieder in den Dienst der Kirche und übernahm am 11.Juni 1921 ein Priesteramt in Kell, bei Andernach. Gleichzeitig führte er, von einem Büro in Koblenz aus, weiterhin die Arbeiten des Hilfsbundes.

Hier nun sollte ein Ereignis eine entscheidende Veränderung in seinem Leben bewirken. Im Spätsommer 1923 trat ein Mann in das Büro des Hilfsbundes. Er berichtete über seine Erlebnisse, die ihm im Rahmen privater Gottesdienste widerfahren waren: Ein etwa 16 - 17 Jahre alter Junge pflegte bei diesen Zusammenkünften plötzlich bewusstlos vornüber zu fallen, werde aber sofort wieder, wie von einer unsichtbaren Kraft, aufgerichtet und sitze dann mit geschlossenen Augen da. In diesem Zustand erteile er den Anwesenden wunderbare Belehrungen und beantworte Fragen, die man an ihn stelle. Der Mann schloss seinen Bericht mit der Bitte, Pfarrer Greber möge ihn am kommenden Sonntag zu einer solchen "Sitzung" begleiten. Grebers Bedenken begegnete der Mann mit der Frage, an wen sich denn sonst Laien, wie er, in diesen Fragen wenden sollten, wenn nicht an ihre geistlichen Führer, zu denen sie Vertrauen hätten.
Greber kannte den Spiritismus bis dahin nur aus Meldungen der Tagespresse über aufgedeckte spiritistische Betrügereien und entlarvte Medien. Er konnte sich jedoch der Richtigkeit der Forderung nicht verschließen und willigte schließlich ein, mitzukommen, in der festen Absicht, das Ganze des Schwindels zu überführen.
Kurz vor der Sitzung ergab sich für Greber die Möglichkeit, mit dem Jungen persönlich zu sprechen. Durch eine Anzahl von Fragen fand er bald heraus, dass sich der Junge in seinem Wissensstand in nichts von mittelmäßigen Jungen seines Alters unterschied.
Während der Sitzung stellte Greber dem Jungen, der inzwischen in Trance gefallen war, mehrere Fragen aus dem Bereich der Religionswissenschaften, die er vorbereitet hatte, und deren Beantwortung eine längere Darlegung erforderten. Er selbst war nicht imstande, diese Fragen zu beantworten und wollte bloß feststellen, welche Ausführungen der Junge dazu machen würde.
Ohne auch nur einen Augenblick zu zögern oder zu überlegen, beantwortete dieser die Fragen mit einer solchen Einfachheit und Klarheit, dass an der Richtigkeit der Antworten kein Zweifel aufkommen konnte.
Greber war mit der festen Absicht gekommen, das Ganze als Schwindel zu entlarven und musste nun feststellen, dass die Antworten, die dieser Junge gab, die Stützpfeiler seines Glaubensgebäudes, das er sich in seiner langjährigen Tätigkeit als Priester aufgebaut hatte, ins Wanken brachten. Alle "natürlichen" Erklärungen, die er in Betracht zog, musste er als unzureichend fallen lassen. So entschied er sich, die ganze Sache einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.
In der Folge erhielt er Belehrungen über die Schöpfung und das Leben, die an das Fassungsvermögen seines Verstandes heranreichten, die aber doch so klar, so folgerichtig und so einfach waren, wie es nur die Wahrheit sein kann.

Diese Wahrheiten veröffentlichte er in dem Buch "Der Verkehr mit der Geisterwelt - seine Gesetze und sein Zweck".

1929 emigrierte Greber in die USA, wo er am 31. März 1944 starb.